FFP2-Masken: Vorteile, Kennzeichnung und Wiederverwendung

Das Tragen von Masken ist ein wichtiger Teil eines umfassenden Schutzkonzeptes, mit dem wir in Deutschland gegen das Coronavirus vorgehen. Weiterhin gilt die vom Bundesministerium für Gesundheit verbreitete „AHA+L“-Formel: Abstand halten, auf Hygiene achten, eine Alltagsmaske tragen und Lüften. Um sich selbst besser zu schützen, greifen immer mehr Menschen zu den sogenannten FFP2-Masken. In einigen Bundesländern sind diese Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln inzwischen Pflicht. Auch FFP2-Masken bieten keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Coronavirus. Sie sind kein Freifahrtschein dafür, unachtsam zu sein. Aber sie senken die Gefahr für eine Ansteckung erheblich. Was sie über FFP2-Masken wissen sollten, wie eine Wiederverwendung aussehen kann und was Sie beim Desinfizieren von FFP2-Masken beachten sollten, haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengestellt.

Wiederverwendung FFP2-Maske: Desinfektion mit saltisept
Kennzeichnung einer geprüften FFP2-Maske

Was sind FFP2-Masken? Woran erkenne ich Sie?

Partikelfiltrierende Halbmasken, sogenannte „FFP2-Masken“ bzw. „FFP3-Masken“ (Englisch für: „Filtering Face Piece“), werden umgangssprachlich auch „Atemschutzmasken“ bzw. „Staubschutzmasken“ genannt. Vorwiegend werden Sie im Bereich Handwerk eingesetzt und gehören zu der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) im Rahmen des Arbeitsschutzes.

Das Erscheinungsbild ist weiß, oft kuppelförmig bzw. faltbar, die sogenannte „Kaffeefilterform“ mit unterschiedlichen Haltebändern. An den Rändern sind die Masken so gestaltet, dass sie dicht am Gesicht anliegen. Ein Bügel über dem Nasenrücken ermöglicht eine individuelle Anpassung.

FFP2-Masken müssen klare Anforderungen von Gesetzen erfüllen und technischen Normen einhalten. Zu erkennen sind FFP2-Masken daher am CE-Kennzeichen mit vierstelliger Nummer der Prüfstelle und dem Hinweis auf die Norm EN 149:2001+A1:2009. Diese Angaben sind auf der Oberfläche der FFP2-Maske aufgedruckt.

Worin liegen die Vorteile von FFP2-Masken?

Korrekt sitzende FFP2-Masken schützen ihren Träger vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Die mehrlagigen Masken zeichnen sich in der Mitte durch ihr 2-3-lagiges Filtervlies, dem sogenannten Meltblown Vlies, aus. Durch die elektrostatische Ladung des Filtervlies werden selbst feinste Aerosole, im Vergleich zu Mund-Nasen-Bedeckungen aus handelsüblichen Textilien, abgefangen. Die Schutzwirkung von FFP2-Masken gegenüber dem Corona-Virus (SARS-CoV-2) V wird auf Grund der nachgewiesenen höheren Filtrationsleistung und wegen des besseren Dichtsitzes auch höher eingestuft als die von OP-Masken.

Zu bevorzugen sind Masken ohne Ausatemventil, da sie sowohl Eigenschutz als auch Fremdschutz bieten. Sowohl die eingeatmete Luft, als auch die Ausatemluft wird bei diesen Modellen über die Maskenfläche gefiltert. Masken mit Ventil hingegen bieten deutlich weniger Fremdschutz. In diesem Fall werden ausgeatmete Aerosole nicht durch das Filtermaterial abgefangen, sondern lediglich in gewissem Umfang durch das Ventil gebremst.

Wiederverwendung von FFP2-Masken

Grundsätzlich sind FFP2-Masken vom Hersteller als Einmalprodukte und nicht zur Wiederverwendung vorgesehen. Bei der Nutzung im Privatbereich z.B. beim Einkaufen ist mit einer geringeren Erregerbelastung der FFP2-Masken zu rechnen, als z.B. im Bereich des Gesundheitswesens mit erhöhtem Infektionsrisiko. Aufgrund der verbesserten Schutzwirkung und der begrenzten Verfügbarkeit, kann eine Wiederverwendung im Privatbereich eine sinnvolle Maßnahme sein. Wissenschaftlich wird diese Thematik in einem Forschungsprojekt an der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster aktuell untersucht. Die bisherigen Ergebnisse und Weisungen haben wir in einer Anleitung zur Wiederverwendung und Desinfektion von FFP2-Masken für Sie zusammengefasst.

Wiederverwendung und Desinfektion von FFP2-Masken

Wiederverwendung und Desinfektion von FFP2-Masken mit Saltisept

  1. FFP2-Masken nach 8 Stunden Gesamt-Tragedauer oder bei Durchfeuchtung wechseln

    Da jeder Träger in der Maske auch Erreger der eigenen Nasen-, Rachen- und Hautflora hinterlässt, ist nur eine personenbezogene Wiederverwendung sinnvoll.

  2. Desinfektion mit Saltisept

    Die Behandlung mit Desinfektionsmitteln, wie z.B. Saltisept, bereitet die Oberflächenstrukturen der FFP2-Maske auf. Die Vlieszwischenschichten werden dadurch allerdings nicht erreicht und desinfiziert, sodass eine Akkumulation von Viruspartikeln in der Filterschicht und dem Durchgang daher nicht ausgeschlossen ist. Dennoch wird das Risiko einer Kontamination der Hände an verschmutzten Oberflächen der Masken durch die Verwendung eines Desinfektionsmittels reduziert.

    Eine Anleitung, wie Sie Masken (OP-/ Alltags-/ Behelfs-/ Kinder-) Maske richtig desinfizieren, finden sie hier: „Maske desinfizieren: eine Anleitung“.

  3. Durchlüftung

    Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Infektiösität von SARS-CoV-2 bei Raumtemperatur auf dem porösen Maskenmaterial erst nach mehreren Tagen deutlich abnimmt. FFP2-Masken sollte daher nicht an aufeinanderfolgenden Tagen getragen werden. Aus diesem Grund empfehlen wir die Oberflächendesinfektion der Masken mit Saltisept und eine anschließende Durchlüftung und Trocknung von idealerweise 7 Tagen, da eine Infektiösität der Viruspartikel nach diesem Zeitraum als höchst unwahrscheinlich gilt. Daraus resultierend benötigen Sie im Idealfall bis zu sieben Wechselmasken, welche Sie dann aber auch entsprechend lange nutzen können.

  4. Trocknung

    Hängen Sie die FFP2-Masken bei Raumtemperatur an einer gut belüfteten Stelle auf. 30 °C bis 40 °C bieten für viele Keime in feuchten Masken, wie Viren, Bakterien und Pilze, optimale Wachstumsbedingungen. Daher ist das Trocknen auf/über der Heizung ausgeschlossen oder nicht ratsam. Eine Ofentrocknung bei 80°C inaktiviert SARS-CoV-2 nach 60 Minuten vollständig und reduziert andere Erreger deutlich. Jedoch ist dieses Verfahren nicht für kuppelförmige FFP2-Masken mit Atemventil geeignet. Auch die elastischen Haltebänder können an Zugkraft verlieren. Zudem kann es bei Abweichungen der Ofentemperatur zu Schädigungen der Vlieszwischenschichten in den FFP2-Masken kommen. Dies birgt ein hohes Risiko: Die Masken werden unbrauchbar und eine solche Schädigung ist von außen nicht zu erkennen.

Wichtige Hinweise zum Umgang mit FFP2-Masken

  • Nach 5 Desinfektions- und Trockenzyklen, aber auch wenn die Masken defekt oder optisch verschmutzt sind, ist eine Entsorgung nötig.
  • Achten Sie generell auf einen guten Sitz Ihrer FFP2-Maske. Wenn die Maske nicht dicht sitzt, bietet sie keinen Schutz!
  • Bitte beachten Sie zudem auch, dass FFP2-Masken nicht in der Mikrowelle, der Wasch- oder Spülmaschine oder mit UV-Licht aufbereitet werden können. Mechanische Belastungen, Reinigungsmittel, ungleichmäßige Temperaturverteilung usw. können die Masken beschädigen, die Filterwirkung herabsetzen und ggf. Keime nicht zuverlässig abtöten.

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